Medikamentöse Behandlung

Diese stellt oft den ersten Behandlungsversuch dar. Die Behandlung kann in der Einnahme hormonhaltiger Präparate oder dem Einlegen einer hormonfreisetzenden Spirale bestehen.
Nachteil:
In Studien wurde gezeigt, dass bei Patientinnen mit oraler medikamentöser Behandlung innerhalb von 5 Jahren 77% der behandelten Frauen eine weiterführende operative Therapie erhielten1.
Bei einer hormonfreisetzenden Spirale waren es nach 5 Jahren 42% der behandelten Frauen, die sogar einer Hysterektomie zugeführt wurden2.
Bei dieser medikamentösen Behandlung muss auf die Verträglichkeit der gewählten Präparate durch die Patientin geachtet werden und es können unerwünschte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Spannungsgefühl in der Brust sowie Gewichtszunahme auftreten17.
Zum Vergleich: In einer deutschen Studie wurde für NovaSure gezeigt dass nach 5 Jahren bei nur 2,9% der behandelten Frauen eine Hysterektomie erfolgte3.
1.Cooper KG, Jack SA, Parkin DE, Grant AM. Five-year follow up of women randomised to medical management or transcervical resection of the endometrium for heavy menstrual loss: clinical and quality of life outcomes. Br J Obstet Gynaecol. 2001;108(12):1222-28.
2.Mirena [package insert]. Wayne, NJ: Bayer HealthCare Pharmaceuticals Inc.; 2007.
3.Gallinat A: An Impedance-controlled system for endometrial Ablation: five-year follow-up on 107 Patients. J Reprod Med 2007;52(6):467-72.
17.Backman T, Huhtala S, Blom T, Luoto R, Rauramo I, Koskenvuo M. Length of use and symptoms associated with premature removal of the levonorgestrel intrauterine system: a nation-wide study of 17,360 users. Br J Obstet Gynaecol. 2000;107(3):335-339.