Häufig gestellte Fragen

Wir haben die am Häufigsten an uns gestellten Fragen für Sie gesammelt.

Was ist eine Menorrhagie?

Klinisch spricht der Arzt von einer Menorrhagie, wenn die Blutung länger als 7 Tage anhält oder der Blutverlust mehr als 80 ml pro Periode beträgt (der durchschnittliche Blutverlust liegt bei 30 bis 40 ml pro Periode).

Diese lang anhaltenden Blutungen führen häufig zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität.

Der hohe Blutverlust führt zu Eisenmangel, der sich in permanenter Müdigkeit und Abgeschlagenheit bemerkbar machen kann. Unbehandelt kann dieser Zustand sogar in Depressionen übergehen, bzw. zu weiteren schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Menorrhagien können verschiedene Ursachen haben:

Infektionen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Blutgerinnungsstörungen aber auch gutartige Erkrankungen der Gebärmutter wie Myome, Polypen gelten als Auslöser.

Bösartige Erkrankungen - wie z. B. das Endometriumkarzinom, welches auch eine Ursache sein kann - werden von Ihrem Gynäkologen abgeklärt.

Sind gutartige Erkrankungen wie Myome und Polypen und auch bösartige Erkrankungen als Ursache ausgeschlossen, wird von dysfunktionellen, uterinen Blutungen gesprochen, die dann für eine Therapie mit der Goldnetzelektrode NovaSure geeignet sind.

Prüfen Sie mit dem Selbsttest Menorrhagie, ob Sie unter einer Menorrhagie leiden.

Wie viele Frauen leiden unter einer Menorrhagie?

Man schätzt, dass annähernd 20% aller Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr zumindest zeitweise unter starken Blutungsstörungen leiden.

Der größte Teil der Frauen leidet jedoch unnötigerweise im Stillen. Amerikanische Daten zeigen, dass nur 29% der Frauen dieses Thema mit ihrem Arzt besprechen.

Sprechen Sie deshalb Ihren Arzt auf das Problem an und gewinnen Sie Ihre Gesundheit und Lebensqualität zurück.

Menorrhagie Chart

Wie erkenne ich, ob ich eventuell unter einer Menorrhagie leide?

Wenn Sie glauben, unter starken und lang anhaltenden Menstruationsblutungen zu leiden, oder andere Menstruationsprobleme haben, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt.

Mit dieser Tabelle können Sie die Dauer und Stärke Ihrer Menstrationsblutungen dokumentieren. Notieren Sie sich, wie stark Ihre Blutungen sind und ob Sie unter Krämpfen leiden. Bringen Sie eine Kopie der ausgefüllten Tabelle zu Ihrem Arztbesuch mit, um das Thema ausführlich mit Ihrem Arzt besprechen zu können.

Prüfen Sie mit dem Selbsttest Menorrhagie, ob Sie unter einer Menorrhagie leiden.

Welche Patientinnen eignen sich für die Goldnetzelektrode NovaSure?

Voraussetzung für den Einsatz der Goldnetzelektrode NovaSure ist eine vorherige Untersuchung, bei der gutartige Erkrankungen, wie Myome, Polypen aber auch bösartige Erkrankungen, wie das Endometriumkarzinom, durch Gewebeentnahme und Abstrich ausgeschlossen werden. Sind diese Möglichkeiten ausgeschlossen spricht der Arzt von einer dysfunktionellen, uterinen Blutung, die dann mit der Goldnetzelektrode NovaSure behandelt wird.

Welche Patientinnen eignen sich nicht für die Goldnetzelektrode NovaSure?

NovaSure® ist kontraindiziert, wenn

  • Sie schwanger sind oder noch schwanger werden möchten. Eine Schwangerschaft nach einer Ablation kann sowohl für Mutter als auch das Kind gefährlich sein.
  • Sie an Gebärmutterkrebs leiden oder bei Ihnen Veränderungen der Gebärmutter festgestellt wurden, die Vorstufen des Gebärmutterkrebs sein könnten.
  • bei Ihnen eine Schwächung der Gebärmutterwand vorliegt, z.B. durch eine früheren „klassischen“ Kaiserschnitt (mit senkrechter Schnittführung).
  • Sie zum Zeitpunkt des Eingriffes unter einer aktiven Genital- oder Harnwegsinfektion leiden.
  • bei Ihnen ein Intrauterinpessar oder eine Spirale (IUD) eingelegt wurde.
  • Ihre Gebärmutterhöhle kürzer als 4 cm ist (Die Minimumlänge des Elektroden-Netzes ist 4cm; die Behandlung einer kürzeren Gebärmutterhöhle führt zu einer thermischen Verletzung des Gebärmutterhalses).
  • Sie zum Zeitpunkt des Eingriffes unter einer aktiven Entzündung des Beckens leiden.

Sie müssen außerdem weiterhin verhüten, da dieses Verfahren keine Methode zur Sterilisation darstellt. Dieses Vorgehen gilt für alle beschriebenen Ablations-Verfahren mit Ausnahme der Hysterektomie!

Welche Komplikationen können nach der Operation auftreten?

Durch einzigartige Sicherheitsvorkehrungen konnte mit der Goldnetzelektrode NovaSure das Risiko auftretender Komplikationen gegenüber alle andern Verfahren deutlich gesenkt werden.

Es können leichte Krämpfe und Unterleibsbeschwerden auftreten, die durch die Behandlung mit einem leichten Schmerzmittel gemildert werden können.

Sie werden über 2 Tage bis 4 Wochen einen klaren Ausfluss beobachten, da in diesem Zeitraum die Reste der verödeten Gebärmutterschleimhaut abgestoßen werden. Diese Reaktion ist normal und sollte Sie nicht beunruhigen.

Sie sollten Ihren Gynäkologen kontaktieren wenn Sie Fieber über 37,5°C, sich verstärkende Schmerzen im Becken, die nicht mit herkömmlichen bzw. verschriebenen Schmerzmitteln behandelbar sind, Übelkeit, Erbrechen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Darm- oder Blasenbeschwerden und/oder einen grünlichen Ausfluss beobachten.

Welches Ergebnis können Sie nach der Endometriumablation mit der Goldnetzelektrode NovaSure erwarten?

Ihre Menstruationsblutung tritt gar nicht mehr auf oder wird auf eine leichte Blutung reduziert.

Sie behalten Ihre Gebärmutter und erwerben durch diesen schonenden Eingriff wieder Ihre Unabhängigkeit und Lebensqualität.

Die blutungsbedingten Defizite werden sich wieder normalisieren und Sie erlangen wieder die Aktivität und Energie, die Sie aus der Zeit vor Ihrer Blutungsstörung kennen.

Bis zum Jahre 2009 wurden bereits über eine Million Patientinnen weltweit mit dieser Methode behandelt.

NovaSure im Vergleich zur Hysterektomie

NovaSure Hysterektomie
Schonender Eingriff, kürzere Operationszeit (ca. 15 Min.) Größere, stationäre Operation mit ca. 1 Woche Krankenhausaufenthalt
Arbeitsunfähigkeit ca. 2 bis 5 Tage Arbeitsunfähigkeit ca. 2 bis 8 Wochen
Geringe Komplikationsrate Höheres Risiko für Komplikationen
Gebärmutter bleibt erhalten Gebärmutter wird vollständig entfernt, dadurch längerer Heilungsverlauf und Gefahr der Narbenbildung mit Verwachsungsbeschwerden. Spätere Scheidensenkung, Harninkontinenz und vorzeitiges Einsetzen der Menopause sind möglich. Zusätzliche operative Maßnahmen wie z. B. Blasenhebung oder Entfernung großer Myome möglich.
Auch bei Patientinnen, bei denen eine Hysterektomie zu risikoreich wäre, durchführbar (z. B. Herzfehler, Blutgerinnungsstörungen/Marcumar, Diabetes mellitus) Einzig richtige und notwendige Maßnahme bei beginnendem oder bestehendem Gebärmutterkrebs. Die Blutungsproblematik wird je nach Art der Hysterektomie bis zu 100% beseitigt.
Organerhaltend, sicher, schnell, einfach und erfolgreich.
Gesundheitsökonomisch wirtschaftlicher 12
 

NovaSure im Vergleich zu anderen Behandlungsverfahren

Behandlungsmöglichkeiten für die Menorrhagie
  Beschreibung Vorteile Nachteile
NovaSure® Endometrium-
ablation
Schnelle, einfache, sichere und effektive Methode, die die innere Gewebeschicht der Gebärmutter in ca. 90 Sekunden entfernt.*
  • Mehr als 9 von 10 Frauen haben danach eine normale oder geringer als normale Blutung2
  • Dauert üblicherweise weniger als 15 Minuten
  • Kann unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie durchgeführt werden
  • Kann zu jedem Zeitpunkt des Zyklus ohne hormonelle Vorbehandlung durchgeführt werden
  • Kurze Genesungszeit von ca. 1 bis 2 Tagen
  • Entfernt die innere Gewebeschicht aber belässt die Gebärmutter intakt
  • 97% der Frauen benötigten 5 Jahre nach dem Eingriff keine Hysterektomie1
  • Nur für Frauen mit abgeschlossener Familienplanung geeignet
  • Mit minimalinvasiver Chirurgie verbundene Risiken
  • Unumkehrbar
  • Nach einer Ablation kann die Gebärmutter einen Fötus nicht mehr ausreichend versorgen daher ist weiterhin eine Empfängnisverhütung erforderlich
Medikamentöse Behandlung Niedrigdosierte, weibliche Hormone wie z.B. die Antibabypille
  • Reduziert die Blutungen bei etwa der Hälfte der Frauen4
  • Wird oral oder per Injektion verabreicht
  • Umkehrbar durch Absetzen der Behandlung
  • Es können bis zu 3 Monate vergehen, bevor die Wirkung eintritt4
  • Mögliche Nebenwirkungen der Hormone (z.B. Depressionen, Akne, Kopfschmerzen, Gewichtzunahme, Brustspannung, erhöhtes GebärmutterhalskrebsRisiko)5
  • Dauerhafte Kosten
  • Einnahme darf nicht vergessen werden
  • 77% der Frauen wählen irgendwann doch eine chirurgische Lösung6
  • Frauen mit bestimmten Krankheiten können keine Hormone einnehmen
Hormonspirale In die Gebärmutter eingesetztes Implantat, das dem Progesteron ähnliche Hormone freisetzt.
  • Reduziert Blutungen für kurze Zeit
  • 39% Effektivität nach 5 Jahren 7
  • Erfordert keine Einnahme von Tabletten
  • Einsetzen erfolgt in der Arztpraxis
  • Weniger Nebenwirkungen als oral eingenommene Hormone
  • Umkehrbar durch Entfernung der Spirale
  • Es können bis zu 6 Monate vergehen, bevor die Wirkung eintritt8
  • Es können Zwischenblutungen auftreten
  • Mögliche Nebenwirkungen der Hormone (z.B. Depressionen, Akne, Kopfschmerzen, Gewichtzunahme)9
  • Muss nach 5 Jahren entfernt und ersetzt werden
  • 42% der Frauen benötigen innerhalb von 5 Jahren einen chirurgischen Eingriff7
Dilatation und Kürettage Chirurgischer Eingriff zur Abschabung und Entfernung der inneren Gewebeschicht der Gebärmutter
  • Reduziert Blutung für kurze Zeit
  • Eventuell Vollnarkoseerforderlich
  • Nur kurzzeitige Reduktion der Blutung
  • Mit minimalinvasiver Chirurgie verbundene Risiken
Resektion und Rollerball Ablation Chirurgischer Eingriff zur Entfernung und Koagulation der inneren Gewebeschicht der Gebärmutter
  • Wird schon seit 30 Jahren angewandt10
  • Medikamentöse oder chirurgische Vorbehandlung normalerweise erforderlich2
  • In der Regel unter Vollnarkose2
  • Nur für Frauen mit abgeschlossener Familienplanung geeignet
  • Mit minimalinvasiver Chirurgie verbundene Risiken
  • 27% der Frauen benötigen nach 5 Jahren einen erneuten Eingriff6
  • Erfordert geschulte und erfahrene Chirurgen
  • Nach einer Ablation kann die Gebärmutter einen Fötus nicht mehr ausreichend versorgen daher ist eine Empfängnisverhütungweiterhin erforderlich
Hysterektomie Chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Gebärmutter
  • Endgültige Behandlung
  • Nur für Frauen mit abgeschlossener Familienplanung geeignet
  • Mit offener Chirurgie verbundene Risiken
  • Risiken der Vollnarkose
  • Genesungszeit zwischen 2 und 8 Wochen
  • Unumkehrbar

1. National Women’s Health Resource Center. Survey of Women Who Experience Heavy Menstrual Bleeding. Hologic data on fi le; 2005.

2. Cooper J, Gimpelson R, Laberge P, et al. A Randomized, Multicenter Trial of Safety and Effi cacy of the NovaSure® System in the Treatment of menorrhagia. J Am Assoc Gynecol Laparosc. 2002;9(4):418-428.

3. Gallinat A. An Impedance-Controlled System for Endometrial Ablation: Five-Year Follow-up of 107 Patients. J Reprod Med. 2007;52(6):467-472.

4. ACOG Committee on Practice Bulletins. ACOG Practice Bulletin: Management of Anovulatory Bleeding. Int J Gynecol Obstet. 2001;72(3):263-271.

5. Yasmin Prescribing Information. Wayne, NJ: Bayer HealthCare Pharmaceuticals Inc.; 2007.

6. Cooper KG, Jack SA, Parkin DE, Grant AM. Five-Year Follow-up of Women Randomised to Medical Management or Transcervical Resection of the Endometrium for Heavy Menstrual Loss: Clinical and Quality of Life Outcomes. Br J Obstet Gynaecol. 2001;108(12):1222-1228.

7. Hurskainen R, Teperi J, Rissanen P, et al. Clinical Outcomes and Costs With the Levonorgestrel-Releasing Intrauterine System or Hysterectomy for Treatment of Menorrhagia: Randomized Trial Five-Year Follow-up. JAMA. 2004;291(12):1456-1463.

8. Busfi eld RA, Farquhar CM, Sowter MC, et al. A Randomised Trial Comparing the Levonorgestrel Intrauterine System and Thermal Balloon Ablation for Heavy Menstrual Bleeding. BJOG. 2006;113(3):257-263.

9. Mirena Prescribing Information. Wayne, NJ: Bayer HealthCare Pharmaceuticals Inc.; 2007.

10. ACOG Committee on Practice Bulletins. ACOG Practice Bulletin: Endometrial Ablation. Obstet Gynecol 2007;109(5)1233-48.

11. NovaSure® Instructions for Use. Bedford, MA: Hologic, Inc.

12. Gallinat A, Schmidt T: Operative Behandlungsverfahren für dysfunktionelle uterine Blutungen, Ein Kosten-Nutzen-Vergleich, FRAUENARZT 2/2009

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