Ausschabung
Was ist eine Ausschabung?
Bei einer Ausschabung wird die die innere Auskleidung der Gebärmutter (Gebärmutterschleimhaut) mit einem durch den Gebärmutterhals eingeführten Instrument abgetragen.
Die Ausschabung wird häufig auch Kürettage oder Abrasio genannt.
Was geschieht bei einer Ausschabung?
Bei der Ausschabung wird die Gebärmutterschleimhaut mit einem scharfen Instrument (Kürette) abgetragen (abgeschabt). Die abgetragenen Zellen werden in der Regel aufgefangen und histologisch untersucht, um bösartige Veränderungen der Gebärmutter auszuschließen.
Ausschabung – Diagnose oder Therapie?
Die Ausschabung wird häufig als erster operativer Eingriff durchgeführt, wenn eine Menorrhagie festgestellt wurde. Eigentlich handelt es sich bei der Ausschabung um ein rein diagnostisches Verfahren, mit dem Zellmaterial gewonnen wird, das histologisch untersucht wird.
Da eine Ausschabung häufig auch einen kurzzeitigen Rückgang der Menstruationsblutung zur Folge hat, wird sie häufig auch als erster therapeutischer Versuch eingesetzt, dessen Erfolg aber nur sehr selten von Dauer ist.
Ausschabung – immer vor einer Endometriumablation
Vor jeder Endometriumablation muss eine Ausschabung erfolgen, um sicher stellen zu können, dass keine bösartigen Veränderungen der Gebärmutter vorliegen. Es ist empfehlenswert die Ausschabung einige Wochen vor der Endometriumablation durchzuführen, um auf Basis der histologischen Untersuchungsergebnisse dann die richtige Therapieform wählen zu können.