Endometriumablation
Was ist eine Endometriumablation?
Die Endometriumablation bezeichnet die Abtragung (Ablation) der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) sowie die Verödung der innersten Schicht der Gebärmutter (Basalis) mit dem Ziel einer möglichst lang anhaltenden Verringerung der Blutung.
Was passiert bei der Endometriumablation?
Bei der Endometriumablation kann das Endometrium mit verschiedenen Verfahren behandelt werden. Meist wird dabei eine Form von Energie verwendet, mit der die Zellen des Endometriums zerstört werden. Häufig werden dabei hohe Temperaturen deutlich über 50°C erzeugt, bei denen die Zellen absterben. Das kann mit heißer Flüssigkeit geschehen (z.B. mit einem flüssigkeitsgefüllten Ballon oder frei fließendem heißen Wasser) oder durch Strom (z.B. mit einer elektrischen Schlinge oder mit dem Goldnetz). Auch mit sehr tiefen Temperaturen kann eine Endometriumablation durchgeführt werden, indem die Zellen eingefroren werden und dabei absterben.
Die Endometriumablation der ersten Generation
Die Endometriumablation der ersten Generation erfolgt mit einer elektrischen Schlinge und/oder dem sogenannten Rollerball. Dabei werden die Gebärmutterschleimhaut und die innerste Schicht der Gebärmutter streifenweise herausgeschält oder mit einer Kugelelektrode verödet. Dies kann auch mit einer Plasmaelektrode oder einem Laser geschehen. Die Gebärmutter wird für diese Art der „hysteroskopischen“ Endometriumablation von innen mit einer Kamera betrachtet und dazu mit Flüssigkeit aufgedehnt.
Die Endometriumablation der zweiten Generation
Bei einer Endometriumablation der zweiten Generation werden die Gebärmutterschleimhaut und die innerste Schicht der Gebärmutter in einem einzigen Schritt vollständig verödet. Unter den Verfahren der zweiten Generation gilt die Endometriumablation mit NovaSure (Goldnetz) allgemein als eines der zuverlässigsten und sichersten Verfahren.