Goldnetz
Die Endometriumablation mit dem Goldnetz
Die bipolare Hochfrequenzablation mit NovaSure hat sich im deutschsprachigen Raum auch unter dem Namen Goldnetz oder Goldnetztherapie etabliert.
Bei dieser Variante der Endometriumablation wird ein Goldnetz in die Gebärmutter eingeführt und dort aufgespannt. Das Goldnetz besteht aus einem textilen Gewebe, das mit Gold beschichtet ist und dadurch leitfähig für Strom wird.
Was geschieht während der Endometriumablation mit dem Goldnetz?
Während der Endometriumablation wird das Goldnetz an die Gebärmutterschleimhaut angesaugt. Dadurch hat das Goldnetz optimalen Kontakt mit dem Schleimhautgewebe. Ein hochfrequenter Strom fließt vom Goldnetz in die obere Schicht der Gebärmutterschleimhaut und erzeugt dort hohe Temperaturen, die zur Verdampfung der Schleimhaut und zur Verödung der stark durchbluteten innersten Schicht der Gebärmutter (der sogenannten Basalis) führen.
Verbleibt das Goldnetz im Körper?
Nach der Endometriumablation wird das Goldnetz wieder aus der Gebärmutter entfernt und entsorgt. Das Goldnetz ist nicht wiederverwendbar und die Goldbeschichtung ist so dünn, dass sich eine Sterilisation oder ein Recycling nicht lohnen würden.
Warum ist das Goldnetz mit Gold beschichtet?
Gold ist ein körperverträgliches (biokompatibles) Material, das außerdem eine hohe Leitfähigkeit hat, also Strom gut leiten kann. Grundsätzlich wäre auch die Verwendung anderer Metalle möglich. Da sich Gold aber auch sehr gut verarbeiten und auf textile Gewebe aufbringen lässt, wurde es zur Herstellung des Goldnetzes ausgewählt.
Die Endometriumablation mit dem Goldnetz