Hysterektomie
Hysterektomie als Lösung für die Menorrhagie
Eine Hysterektomie ist eine Operation, bei der die Gebärmutter (ggf. samt Muttermund oder Gebärmutterhals) entfernt wird. Bei einer Menorrhagie verlieren Frauen mehr Menstruationsblut als normal. Davon ist etwa jede fünfte Frau betroffen. Von einer Menorrhagie spricht man, wenn die Menstruationsblutungen pro Zyklus sieben oder mehr Tage dauern und die Frauen stündlich die Hygieneartikel wechseln müssen. Eine mögliche Behandlung für die Menorrhagie ist Hysterektomie.
Operative Zugangswege bei Hysterektomie
Der Gynäkologe kann die Gebärmutter auf unterschiedlichen Zugangswegen entfernen. Die Gebärmutter kann mit Bauchschnitt entfernt werden (abdominelle Hysterektomie), wobei meist eine Narbe im Bikinibereich zurückbleibt, oder über die Scheide (vaginale Hysterektomie). In letzterem Fall gibt es keine sichtbaren Narben. Manchmal wird die Hysterektomie durch die Scheide mit begleitender Laparoskopie durchgeführt (laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie). Dabei werden einige kleine Einstiche in den Bauch vorgenommen. Über diese Schnitte und mithilfe des Laparoskops (Stablinse mit Kamera) wird die Gebärmutter abgetrennt und durch die Scheide entfernt. Bei der suprazervikalen Hysterektomie wird die Gebärmutter oberhalb des Gebärmutterhalses abgetrennt und entfernt. Der Gebärmutterhals verbleibt bei dieser Form der Hysterektomie also in der Patientin.
NovaSure statt Hysterektomie
Die Entfernung der Gebärmutterschleimhaut mittels NovaSure bietet Frauen eine weniger einschneidende, aber dennoch sichere und erfolgreiche Behandlungsmethode für die Menorrhagie. Die NovaSure-Behandlung dauert ungefähr 90 Sekunden. Hierbei wird mithilfe von Hochfrequenzenergie die Gebärmutterschleimhaut entfernt bzw. verödet. NovaSure ist also eine organerhaltende Alternative zur Hysterektomie.