Ein zukunftssicheres Labor für die Pathologie

Nahaufnahme eines Fingers, der einen digitalen Bildschirm berührt

Überall in der Welt sind Pathologielabore mit einem Mangel an Pathologen, zunehmendem Alter des Personals, Arbeitsbelastung und Komplexität konfrontiert.1

Diese Probleme werden sich in den nächsten Jahren insbesondere in der Onkologie aufgrund der steigenden Anzahl zu analysierender Proben weiter verschärfen. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden sondieren Labore verschiedene Lösungen wie etwa die digitale Pathologie – doch kann sie die Erwartungen erfüllen?

Die digitale Pathologie umfasst die Erfassung, Verwaltung, Übermittlung und Auswertung pathologischer Informationen, darunter Objektträger und Daten, in einer digitalen Umgebung.2 Digitale Objektträger werden durch Scannen der Glasobjektträger erstellt: Man erhält hochauflösende Bilder, die auf einem Computerbildschirm oder einem mobilen Gerät ausgewertet werden können. Die Vorteile sind:2

  • Bessere Integration und Vernetzung der Laborabläufe und infolgedessen mehr Flexibilität und Effizienz des Personals.
  • Bessere Möglichkeiten zur Weitergabe von Objektträgern etc.
  • Schnelle Weiterleitung von Fällen zwischen Einrichtungen oder in Pathologie-Netzwerken.

Digitale Tools für die Auswertung von Objektträgern, Weiterleitung von Fällen und digitale Archivierung sind mittlerweile fester Bestandteil des diagnostischen Workflows in vielen Laboren.3,4 Während sie anfangs hauptsächlich in der Routinehistologie zu finden waren, weitet sich ihre Anwendung zunehmend auf komplexere zytologische und histopathologische Arbeitsabläufe aus. 

Wachsende Rolle

In Pathologielaboren kommt die digitale Pathologie mittlerweile bei verschiedensten Aufgaben und Abläufen zum Einsatz, so etwa Remote-Konsultation, Zweitmeinungen und multidisziplinäre Teambesprechungen.

In Fachdiskussionen geht es häufig um praktische Überlegungen zur erweiterten Anwendung über Routineabläufe hinaus, darunter auch die Frage, wie sich heterogene oder zersplitterte digitale Infrastrukturen und die unterschiedliche Ausstattung an Probenverfolgungs- und Bildverwaltungssystemen in Laboren bewältigen lassen.

Gleichzeitig stoßen Labore beim Handling komplexerer Proben an technische Grenzen, insbesondere wenn Gewebedicke, Falten oder dreidimensionale Zellstrukturen die Bildaufnahme und -auswertung erschweren.5 Diese operativen und technischen Einschränkungen werden häufig im Zusammenhang mit der Sondierung verschiedener Ansätze für eine konsistente Bildqualität vor dem Hintergrund der zunehmend expandierenden digitalen Pathologie erörtert.

Bildschärfe ist entscheidend 

Konsequent scharfe digitale Bilder sind Voraussetzung für eine zuverlässige Auswertung, vor allem bei der Befundung komplexer zytologischer und histologischer Präparate.6 Beim herkömmlichen Whole-Slide-Imaging (WSI) wird in der Regel nur eine einzige Fokalebene aufgenommen. Diese Methode mag für dünne, einheitliche Gewebeschnitte geeignet sein, kann jedoch bei unterschiedlicher Gewebedicke oder bei dreidimensionalen Strukturen die Bildschärfe beeinträchtigen.

Bei bestimmten digitalen Pathologiesystemen erfolgt die Bildaufnahme solcher Proben mit der sogenannten „Z-Stacking“-Methode, bei der mehrere Bilder in unterschiedlicher Fokusbenen aufgenommen und miteinander kombiniert werden, um die Darstellung uneinheitlicher Areale eines Präparats zu verbessern.5 Diese „Schärfenoptimierung“ in bestimmten Bereichen führt jedoch gleichzeitig zu einer längeren Scanzeit und einem höheren Datenmenge und kann mit einer schwankenden Bildqualität im ROI des Präparats auf dem Objektträger einhergehen.

Die einheitliche Lösung für die digitale Pathologie, die auf fortschrittlicher volumetrischer Bildgebung basiert, ermöglicht die Digitalisierung und Befundung von zytologischen und histologischen Proben in nur einem einzigem System.7,8  Die Daten aus den Studien zum GeniusTM Digital Diagnostics System belegen, dass die mit dem Genius Digital Diagnostics System erzeugten Bilder eine zuverlässige diagnostische Auswertung zytologischer und pathologischer Präparate ermöglichen. 8

Scannen komplexer Proben

Die Studiendaten zeigen, dass das Scanprofil „Sample Detect“ die Bereiche des Objektträgers, die Probenmaterial enthalten, zuverlässig identifiziert und dass das Genius Digital Diagnostics System zuverlässig digitale Bilder von pathologischen Mikroskop-Objektträgern erzeugt, die für die Befundung geeignet sind.8 Patho-Präparate lassen sich daher mit diesem System zuverlässig für die diagnostische Beurteilung auswerten.8 

Faltenbildung  

Gewebeschnitte mit Falten sind in der Regel nicht vollkommen eben, was eine konsistente Bildqualität des gesamten Schnitts erschweren kann. 

Bild mit Falten
Abbildung 1: Volumetrischer Scan eines 20-fach vergrößerten Gewebeschnitts mit dem Genius Digital Diagnostics System, der eine hohe Faltendichte und Unebenheiten der Oberfläche aufweist (Snapshot aus der Genius Review Station, ausschließlich zu Lehrzwecken).

Fettgewebe, dickes oder fragmentiertes Gewebe

Bei der Verarbeitung von Fettgewebepräparaten in der Pathologie ist mitunter besondere Sorgfalt erforderlich, da sie transparent sind und eine unterschiedliche Dicke aufweisen, was eine konsistente Fokussierung erschweren kann. 

Bild mit Fettgewebe
Abbildung 2: Volumetrischer Scan eines Fettgewebeschnitts mit dem Genius Digital Diagnostics System (Snapshot aus der Genius Review Station, ausschließlich zu Lehrzwecken).

Zytologische und histopathologische Präparate

Dreidimensionale Zellcluster und histopathologische Präparate enthalten häufig gemischte Zellpopulationen über verschiedene Fokusebenen hinweg.

Genius Review station showing diverse sGenius Review Station mit verschiedenen Probentypen (Gyn, NGYN und Histologie)
Abbildung 3: Beispiel einer Genius Review Station mit verschiedenen Probentypen (Gyn, NGYN und Histologie) (Bild ausschließlich zu Lehrzwecken)

Mit der volumetrischen Bildgebung wird ein effektives digitales Scannen sowohl für die Zytologie als auch für die Histologie ermöglicht. Dabei werden 14 Fokalebenen in einem einzigen Durchgang aufgenommen und zu 2D-Bildern mit außergewöhnlicher Klarheit zusammengefügt.7,8

Erfahrungen aus der Praxis

 

Quote from Professor Paul van Diest,

„Die Möglichkeit, Bilder von mehreren Probentypen mit nur einem System aufzunehmen und zu befunden, hilft uns dabei, über traditionelle Grenzen hinauszudenken und unsere Arbeit präziser und effizienter zu gestalten.“
Professor Paul van Diest, vom Universitätsklinikum Utrecht weist auf den wertvollen Nutzen des Handlings verschiedener Probentypen auf nur einem digitalen System hin.

Quote from Dr. Ingibjörg Guðmundsdóttir,

„Da wir nur zwei Zytopatholog*innen und ein Techniker sind, ist das Genius Digital Diagnostics System die einzige praktikable Möglichkeit, um den kontinuierlichen Betrieb des Früherkennungsprogramms zu gewährleisten.“
Dr. Ingibjörg Guðmundsdóttir, vom Klinikum Landspítali in Reykjavík darüber, wie das Genius Digital Diagnostics System angesichts des aktuellen Personalmangels für die Fortführung des isländischen Gebärmutterhalskrebs-Früherkennungsprogramms unverzichtbar geworden ist.

Eine vielversprechende Zukunft für die digitale Pathologie

Im Zuge der ständigen Weiterentwicklung der digitalen Pathologie sind Labore – über die routinemäßige Digitalisierung hinaus – auf der Suche nach Methoden, die einem breiteren Spektrum an Präparaten und Arbeitsabläufen gerecht werden. Vor diesem Hintergrund wird dem Management zytologischer und histologischer Arbeitsschritte auf einer einzigen Plattform beim Übergang von der Digitalisierung einzelner Prozesse hin zum gesamten Diagnosepfad immer größere Bedeutung zugemessen.

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Weitere informative Artikel finden Sie unter die Einblicke & Innovation Exchange.

2797

Hologic BV, DA Vincilaan 5,
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Kennnummer wo zutreffend
    1. Walsh E, Orsi NM. The current troubled state of the global pathology workforce: a concise review. Diagn Pathol. 2024 Dec 21;19(1):163.
    2. Digital Pathology. https://www.rcpath.org/profession/digital-pathology.html Zuletzt aufgerufen 30 April 2026.
    3. Bessen JL et al. Perspectives on Reducing Barriers to the Adoption of Digital and Computational Pathology Technology by Clinical Labs. Diagnostics. 2025;15(7):794. doi:10.3390/diagnostics15070794.
    4. Pantanowitz L et al. Twenty Years of Digital Pathology: An Overview of the Road Travelled, What is on the Horizon, and the Emergence of Vendor-Neutral Archives. Journal of Pathology Informatics. 2018;9(1).
    5. Wildrick M. Crystal Clear: Why Image Quality Matters. The Pathologist. (2025) Zuletzt aufgerufen 22 January 2026. https://www.thepathologist.com/issues/2025/articles/september/crystal-clear-why-image-quality-matters/.
    6. Ahuja S, Zaheer S. Advancements in Pathology: Digital Transformation, Precision Medicine, and Beyond. Journal of Pathology Informatics. 2025;100408.
    7. Genius™ Digital Diagnostics | Digital Pathology | Hologic® UK, https://www.hologic.co.uk/en-gb/products/genius-digital-diagnostics-histology Website Zuletzt aufgerufen 31st March 2026.
    8. Genius Digital Diagnostics System Whole Slide Imaging Instructions for use. AW- 32577-002_Rev 001, Hologic Inc., 2025.